10 Jahre Hurghada!

 

Jetzt leben wir doch sage und schreibe seit zehn Jahren in Hurghada und noch heute bezeichnen wir dieses als die beste Entscheidung unseres Lebens. Auf der einen Seite ist die Zeit schnell vergangen, auf der anderen Seite kommt es uns wie eine gefühlte Ewigkeit vor, aber im positiven Sinne. Wir hatten so manche Herausforderungen zu bewältigen und uns ist klar, dass weitere folgen. Dennoch versuchen wir stets, positiv nach vorn zu schauen und irgendwie geht am Ende doch meistens alles gut. Wir hoffen, Euch gefällt unsere kleine Zeitreise mit dem Augenmerk auf die besonderen Momente, Veränderungen sowie die regelmäßigen Besuche von Freunden und Familienangehörigen. Die Auswahl der Bilder war bei der großen Fülle nicht einfach und das Ergebnis präsentiert die Aufnahmen, die unsere Gefühle am Besten widerspiegeln. Aufgrund des Themas haben wir bewusst nur Fotos innerhalb Ägyptens verwendet und die Reisen außerhalb des Landes ausgeklammert.



2016

 

In 2016 war der Beginn unserer Auswanderung. Natürlich waren wir freudig aufgeregt und dennoch hatten wir auch den Gedanken, ob es sich möglicherweise als Fehler herausstellt. Unser Motto war: Ausprobieren, nur dann erfahren wir es. Als erstes bezogen wir unsere Wohnung (die wir tatsächlich über acht Jahre nutzten), erkundeten die Umgebung und schon nach wenigen Tagen hatten wir Arbeitsbeginn. Katy startete im Blue Moon Animal Center und ich als Tauchlehrer beim Blue Water Dive Resort (wo ich ein Jahr zuvor die Ausbildung zum Instructor absolvierte). Beides erfüllte uns ab dem ersten Moment. Es folgten die ersten Besuche aus Deutschland. So kamen Denise und Henning, Peggy und Martin sowie meine Mutter extra nach Hurghada, um mit uns auf Erlebnisreise zu gehen. Das Foto mit der verhüllten Katy entstand auf die wiederkehrende Frage aus der Heimat, ob das Tragen eines Kopftuches für sie erforderlich ist. Tatsächlich ist dieses nicht der Fall, daher das Bild nur gestellt 😉.



2017

 

Ende 2016 und auch zu Beginn von 2017 verweilten wir in Hamburg, um alle Zelte abzubrechen, uns zu verabschieden und die vollständige Auswanderung in die Wege zu leiten. Als wir dann nach Hurghada zurückkehrten, war es bereits wie nach Hause zu kommen. Katy begann ihre neue Tätigkeit im Office von Blue Water und ich konnte es gar nicht abwarten, wieder als Tauchlehrer loszulegen. Wir erlebten die Qualifikation von Ägypten für die Fussball-WM live mit (als Bengalos wurden Haarspray-Flaschen angezündet...), besuchten gern die Caribbean Bar oder das Katzencafé und hatten Besuch von Kai (der direkt bei mir den Tauchschein machte) sowie erneut von Denise und Henning, mit denen wir unter anderem einen erlebnisreichen Trip mit dem Quad in die Wüste unternahmen. Wir erlebten eine famose ägyptische Hochzeitsfeier und das Weihnachtsfest war dann unser erstes unter Palmen bei strahlendem Sonnenschein mit entsprechend warmen Temperaturen.



2018

 

Auch in diesem Jahr durften wir uns über das Wiedersehen von engen Freunden und Familienangehörigen freuen. Für Kai und meine Mutter stellte es bereits eine Wiederholung dar, während Stephie und Silvio sowie Tatjana das erste Mal nach Hurghada kamen. Dieses galt auch für Verena und André, denen es so gefiel, dass sie im Herbst ein weiteres Mal buchten und diesmal mit ihrer Tochter Alina. Wenn sich die Gelegenheit ergab, schauten wir gern im Blue Moon Animal Center vorbei, um uns an den vielen Fellnasen die Herzen zu erwärmen und sie mit Leckerlies und Streicheleinheiten zu verwöhnen. In den Farben schwarz-rot-gold verfolgten wir die drei Spiele der deutschen Fussball-Nationalmannschaft bei der WM. Bei denen sollte es nach dem kläglichen Ausscheiden dann auch bleiben. Damit war es sportlich betrachtet ein gebrauchtes Jahr, da unser geliebter HSV, trotz meiner optischen Unterstützung am letzten Spieltag, aus der ersten Liga absteigen musste. 



2019

     

2019 war für uns ein Jahr verschiedener Reisen. Wir verbrachten eine wunderbare Zeit auf Sansibar, trafen uns mit lieben Menschen in Deutschland und machten innerhalb Ägyptens einen Ausflug nach Sahl Hasheesh sowie eine dreitägige Tour nach Kairo, Gizeh und ins Naturschutzgebiet Wadi el Rayan. Wenn man eine überwältigende Landschaft und die grandiose Geschichte dieses Landes erleben möchte, ist dieses genau die richtige Tour. Wir waren tief beeindruckt und insbesondere die Pyramiden muss man aus unserer Sicht vor Ort sehen, um das Verständnis für die Größe dieses Weltwunders zu verstehen. Denkt man dann darüber nach, dass sie vor über 4.500 Jahren errichtet wurden, kann man es kaum fassen. Zu meinem 50. Geburtstag wurde ich auf dem Boot mit einer Torte beglückt, Katy erlebte ihren ersten Walhai beim Tauchen und Besuche von unseren lieben Hasti's, meiner Mutter, Familie Kröpelin sowie Anja und Lars rundeten das aufregende Jahr ab.



2020

 

2020 stellte sich als ein Jahr heraus, welches niemand auf der Welt jemals vergessen wird. Ein Wort dürfte genügen, damit jeder es vor Augen haben wird: Corona! Nicht ahnend, was auf uns zukommt, begann das Jahr für uns verheißungsvoll. So hatten wir eine unvergessliche Safari in Tansania und nach unserer Rückkehr feierten wir Katy's Geburtstag im Steigenberger Pure Lifestyle. Etwas über einen Monat später machte unsere Tauchbasis dicht, die letzten Gäste wurden mit Sondermaschinen nach Hause geflogen, das Rote Meer war gesperrt und Hurghada eine Geisterstadt. Wir machten das Beste daraus und trafen uns regelmäßig mit den Kolleginnen/Kollegen, die vor Ort geblieben waren, spazierten jeden Tag durch Hurghada, um Hunde und Katzen zu füttern und zum allerersten Mal kam "Kleine" vorbei, um sich langsam bei uns einzunisten. Als dann irgendwann Normalität einkehrte (siehe Foto in der Carribean Bar nach Neueröffnung als auch von unserer Tauchsafari im Herbst auf der Hero) haben wir gefeiert!



2021

 

2021 startete ähnlich wie das Jahr zuvor, nämlich mit dem Zelebrieren des Geburtstages meiner Maus im fantastischen Pure Lifestyle. Jetzt wurde auch sie fünfzig Jahre jung und wir ließen es uns zu diesem Anlass richtig gutgehen. Dieses Motto galt ebenso im Juni auf unserer Tauchsafari auf der wunderschönen Omneia Spirit von Monika Hofbauer. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir etwa ein halbes Jahr später auf diesem Boot eine neue berufliche Aufgabe übernehmen würden und sie unsere Chefin werden sollte. Das Foto oben rechts zeigt uns an unserem letzten Arbeitstag bei Blue Water, gemeinsam mit Maxl, mit dem wir bis heute eng befreundet sind. Unsere Mietzekatze "Kleine" war inzwischen auf eigenen Wunsch bei uns eingezogen und verfolgte an einigen Tagen die Strategie, wenn die Tauchtasche von ihr besetzt ist, geht der Katzenpapa möglicherweise nicht zur Arbeit. Schöne gemeinsame Tage hatten wir mal wieder mit Verena und André sowie meiner Mutter.



2022

 

Die Zeit auf den Booten der Omneia Flotte stellte sich als großes Missverständnis heraus, womit wir die Reissleine zogen. Wir nahmen eine Auszeit und verbrachten meinen Geburtstag auf dem Boot von Mo, den wir noch aus der Zeit bei Blue Water und durch kulturelle Ausflüge innerhalb Ägyptens kannten. Wir kamen ins Gespräch über unsere beruflichen Vorstellungen und er fragte, ob wir nicht Lust hätten, für ihn zu arbeiten. Gesagt, getan und so startete ein neues Kapitel. Schnell hatten wir eine erste Gruppe, Tauchschüler, Sondertouren und zu unserer großen Freude kamen zahlreiche Gäste, die aufgrund gemeinsamer Vergangenheit Lust hatten, wieder mit uns abzutauchen. Wir feierten unseren 16. Hochzeitstag und auch unser Patenkind Tatjana durften wir wiedersehen. In der Freizeit genossen wir mit unserer Mietzekatze unser schönes Zuhause mit intensiven Kuscheleinheiten. Wie man erkennen kann, befand sich meine Maus in der Übergangsphase der Veränderung ihrer Haarfarbe von schwarz zu blond.



2023

 

Die Collage zeigt es schon, 2023 war das Jahr des Wiedersehens vieler lieber Menschen und Wegbegleiter. Mit meiner Mutter machten wir eine spektakuläre Tour über mehrere Tage, die uns in den Süden Ägyptens nach Abu Simmel und Assuan führte. Erneut durften wir André und Verena sowie Alina in die Arme schließen. Tatjana überraschte Katy zu ihrem Geburtstag und auch Jens aus meiner ehemaligen Tennis-Truppe kam vorbei. Ari, Thekla und Chris haben wir als Gäste kennengelernt und sie sind über die Jahre zu Freunden geworden. Dasselbe gilt für die zauberhafte Familie Keuchel, bestehend aus Enie, Lönne, Stefan und Meddi. Für Stefan war es der erste Tauchgang nach seinem schweren Motorradunfall und im Anschluss hatten wir aufgrund des Gelingens alle Tränen in den Augen. Das Foto mit Dave, engster Freund seit Kindheitstagen, ist bei unserem Heimaturlaub in Deutschland entstanden. Es ist ihm leider nicht möglich, nach Ägypten zu kommen, also besuchten wir ihn! Es war ein schönes, unbeschwertes Jahr.



2024

 

Den letzten Satzes des vorangegangenen Textes können wir für 2024 nicht verwenden. Es sollte für uns das bisher schwierigste seit unserer Auswanderung werden, obwohl wir auch hier ganz tolle Erlebnisse hatten. Dazu gehörten (neben unserer Reise nach Litauen zu André und Verena) erneute Besuche von den Reuschi's, Ari und Thekla als auch Tatjana mit ihrem Lebensgefährten Ahmet. Bewegend war darüberhinaus das Wiedersehen weiterer Freunde nach vielen Jahren. Karsten kam aus Spanien angereist, Peter mit seiner süßen Familie sogar aus China und für Hertha war es die erste Reise nach Ägypten. Ein weiterer Höhepunkt war die Nord-Safari, die mich aufgrund der Tatsache bewegte, dass ich die meisten der Gäste seit Jahren kenne und mit einigen von ihnen schon vor einem Vierteljahrhundert tauchen und eng verbunden war. Danach folgten die Hiobsbotschaften, angefangen mit gesundheitlichen Problemen, unserem unfreiwilligen Umzug (direkt gleich mit einem heftigen Wasserschaden) und einem unschönen Ende bei Diver on Tour, was sich aufgrund von extrem respektlosen Verhalten der Leitung uns gegenüber bereits länger ankündigte. Nachdenklich hinsichtlich unserer Zukunft und ohne Planungssicherheit ging es in das nächste Jahr...



2025

 

Nun hatten wir eine weitere Auszeit, in der wir uns in Ruhe über alles Gedanken machten und bewusst mit ausschließlich schönen Dingen beschäftigten. Es begann mit einem tollen Aufenthalt über mehrere Wochen in Thailand und kurz vor der Abreise erreichte mich die freudige Nachricht, in Kürze bei James & Mac, der bekanntesten Tauchbasis des Roten Meeres, anfangen zu können. Da auch Katy hin und wieder als Divemasterin eingesetzt wurde, schien das Glück perfekt bis zu dem Tag, als bei ihr eine chronische Erkrankung festgestellt wurde. Das änderte einiges aber auch hier galt, das Beste aus der Situation zu machen und nach vorn zu schauen. Wie als Belohnung folgte eine sehr positive Entwicklung mit einer beruflichen Aufgabe, die uns komplett erfüllt und vielen emotionalen Momenten, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich. Dazu zählt der Umgang innerhalb des gesamten Teams, die täglichen Erlebnisse mit den Gästen, von denen einige mehr als das wurden, natürlich der Aufstieg vom HSV und der wunderbare Jahresübergang im winterlichen Litauen bei unseren Herzensmenschen Verena und André. Mit einem guten Gefühl schauen wir in die Zukunft und sind gespannt, was die nächsten zehn Jahre für uns bereithalten!