Inzwischen schon traditionell, lassen wir in unserem Blog das jeweilige Jahr zum Ende Revue passieren. Auch diesmal haben wir für jeden Monat eine Erinnerung mit passendem Foto und entsprechender Erläuterung herausgesucht. Dabei stellen wir immer wieder aufs neue fest, wie schnell sich die Zeit dreht und sich das Gefühl für diese oftmals täuscht. Manchmal denken wir "das ist gefühlt viel länger her" oder auch "das hatte ich schon fast vergessen". Wir hoffen, euch gefällt unserer kleiner Rückblick. Auf jeden Fall wünschen wir all unseren Lesern ein wunderbares 2026 in der Hoffnung, dass es so läuft wie ihr es euch vorstellt!
Januar
Diese Aufnahme ist am Flughafen von Istanbul vor unserem Flug nach Thailand in den mehrwöchigen Urlaub entstanden. Man dürfte unsere Vorfreude erkennen und tatsächlich war die Zeit dort total erfüllend. Für uns steht fest, dass es nicht unserer letzter Besuch dieses Landes mit seinen so lieben Menschen, dem tollen Essen und dem lässigen Lifestyle sein wird. Übrigens wurde am Flughafen mal wieder deutlich, wie klein die Welt ist. So trafen wir doch tatsächlich nachts gegen halb eins einen Bekannten, der gerade auf dem Weg Richtung Philippinen war.
Februar
Natürlich war nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub unsere Sehnsucht nach unserer Mietzekatze groß aber genauso die Frage spannend, wie sie sich verhält. Es war immerhin unsere erste längere Abwesenheit, nachdem sie uns einige Monate zuvor beim Umzug begleitet und sich für ein Leben als Stubentiger entschieden hat. Scheinbar war sie zeitweise in den Hungerstreik getreten und dennoch ihre Erleichterung groß, uns wiederzusehen. Schnell wurde Körperkontakt gesucht und auch die verlorenen Pfunde gelangten rasch wieder auf die gar nicht mehr so schlanken Hüften! 😉
März
Der März sollte sich zu einem besonderen Monat entwickeln, da er einen beruflichen Neustart darstellte. Seitdem bin ich mit großer Freude als Tauchlehrer für James & Mac tätig. Da Katy und ich mehrere Jahre in der Schwesternbasis gearbeitet haben, sind die Abläufe vertraut und die meisten der Kolleginnen und Kollegen - ob Leitung, Backoffice,Tauchlehrer, Basisbedienstete oder Bootscrews - kennen wir seit langer Zeit. Ich bin sehr glücklich über die Entwicklung und habe nach den lehrreichen Erfahrungen bei anderen Unternehmen das innige Gefühl, mein endgültiges berufliches Zuhause gefunden zu haben.
April
Das beginnende Frühjahr ist typisch für immer wieder windstille Tage und damit verbunden eine spiegelglatte See, was eine besondere Faszination auslöst. Die Atmosphäre und auch das Lichtspiel sind ganz anders und man kann es gar nicht abwarten, auf das Boot zu kommen und förmlich über das Meer zu gleiten. Bereits an der Oberfläche lassen sich Korallen und Fische erspähen und jeder möchte dann einfach nur noch rein ins Wasser! Diese Aufnahme, morgens an unserem Hafen entstanden, dürfte diese Eindrücke und die Neugier auf das Bevorstehende bestens belegen.
Mai
Die Collage stellt einige Eindrücke von Katy und mir als leidenschaftliche HSV-Fans seit unserer Auswanderung nach Hurghada dar. In der Zeit durften wir in 2017 die Rettung am letzten Spieltag feiern, um ein Jahr später dennoch in die zweite Liga abzusteigen. Bekanntermaßen sollte uns der Aufstieg die nächsten sieben Jahre, teils auf hochdramatische Art und Weise, nicht gelingen - bis zum Mai 2025. Die Freude darüber war unbeschreiblich und stellt insbesondere für mich definitiv einen Höhepunkt in meiner fast fünfzigjährigen Verbundenheit als Fan von meinem HSV dar!
Juni
Der Monat Juni ist zum Tauchen immer besonders schön und dieses nicht nur wegen der ansprechenden Temperaturen. Er steht ebenso für eine große Population an Fischen. Es sind imposante Schwärme verschiedener Arten als auch etliche Jungfische zu entdecken und das Paarungsverhalten ist recht ausgeprägt. Auch ohne ein Voyeur zu sei , ist es total interessant, beispielsweise Oktopoden beim Anwerben bzw. Liebesspiel zu beobachten und auch Karett-Schildkröten lassen sich von Tauchern nicht stören. Natürlich halten wir dabei respektvollen Abstand, um die Entstehung von Nachwuchs nicht zu beeinflussen!
Juli
Wenn wir Urlaub planen, sollte dieser nicht mit den von Gästen besonders stark frequentierten Monaten kollidieren. Daher bieten sich die Wintermonate als auch die Sommerzeit an. Da wir in einem Urlaubsland leben, nutzen wir gern die Annehmlichkeiten um uns herum. So genießen wir unser schönes Zuhause und gehen häufig an den der Wohnanlage angeschlossen Strand. Da wir im Juli Lufttemperaturen von 35°-40°C haben, ist der Platz unter dem Sonnenschirm ideal, im regelmäßigen Wechsel mit Planschen im Wasser. Das fühlt sich dann wie eine Badewanne an, da das Rote Meer zu dieser Zeit um die 30°C aufweist.
August
Dieses Foto ist im August entstanden und wurde von mir in unserem täglichen Bericht mit der Überschrift "Spaß bei der Arbeit" tituliert. Ich kann unverändert sagen, dass die Arbeit als Tauchguide der für mich schönste Job auf der Welt ist. Auch nach vielen Jahren gibt es nicht einen Tag, an dem ich des Tauchens überdrüssig wäre. Dazu gehört nicht nur das Beobachten der wunderbaren Unterwasserwelt, sondern genauso das Interagieren mit Gästen oder auch meinen fantastischen Kollegen. Hierüber bin ich sehr dankbar!
September
Im April wurde bei Katy leider eine chronische Erkrankung diagnostiziert, die das Tauchen zwar weiterhin zulässt, jedoch nicht im Rahmen eines täglichen Alltages. Umso glücklicher ist sie, seit September immer wieder im Office von James & Mac mit unterschiedlichen Tätigkeiten eingesetzt zu werden. Insbesondere der direkte Kontakt mit den Gästen sowie all den Kolleginnen und Kollegen macht ihr unglaublich viel Spaß. Für uns beide ist es nicht nur Arbeiten mit einem Team, sondern gefühlt innerhalb einer großen Familie.
Oktober
Was für ein (Tauch-)Monat! Der Oktober präsentierte einige unfassbare Highlights unter Wasser. Da war zum einen der imposante Walhai, der aus dem Nichts auftauchte oder zum anderen der elegante Mobula, der förmlich an uns vorbeischwebte und noch eine Extrarunde drehte. Mal wieder zeigten sich zutrauliche Delfine und besonders beeindruckte uns der größte Adlerrochen, den wir bisher erleben durften. Abgerundet wurden diese fantastischen Wochen durch meinem 4.000 Tauchgang und den so netten Ideen von Gästen, diesen entsprechend zu feiern.
November
Der November läutet so langsam die Winterzeit ein und in Verbindung mit der Zeitumstellung wird es relativ früh dunkel. Dadurch werden uns manchmal bereits auf der Rückfahrt mit den Booten spektakuläre Sonnenuntergänge präsentiert. Das obere Foto ist beispielsweise gegen 16 Uhr entstanden und ließ viele die Kamera zücken oder einfach nur den Moment genießen. Dennoch werden in Hurghada auch in dieser Zeit täglich 7-8 Sonnenstunden geboten, die in den Sommermonaten sogar bei 10-12 Stunden liegen, bei insgesamt über 300 Sonnentagen im Jahr.
Dezember
Der Dezember war von unserem Urlaub und tollen Ereignissen geprägt. So genossen wir beispielsweise die Weihnachtsfeier von James & Mac mit unseren Kolleginnen und Kollegen im Restaurant
Ponglish. Aber auch Heiligabend in der Tauchbasis war lustig, was durchaus an den zahlreichen Bechern mit Glühwein gelegen haben könnte. Ein Höhepunkt des Jahres war dann der Besuch unserer
langjährigen Freunde, Verena und André, im winterlichen Vilnius. Dieses bescherte uns nicht nur den ersten Schnee seit langer Zeit, sondern ebenso vertraute und intensive Tage mit
Lieblingsmenschen. 2026 kann kommen und wir freuen uns darauf!

